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U-Rangerie

Die U-Rangerie ist das Szenario einer Erweiterung des öffentlichen Grünraums in der Gropiusstadt. Im Rahmen des Entwurfsstudios „Akademie einer neuen Gropiusstadt“ (AnG) am Chair for Urban Design and Urbanization der TU Berlin konnte die Idee während der 50-Jahr-Feier der Gropiusstadt im Sommer 2012 als Prototyp in Selbstbauweise realisiert und in einem Zeitfenster von vier Wochen erprobt werden.

In erster Linie ist die U-Rangerie ein kleinskalierter und klimatisch autarker Vertreter der Grünräume – mit der wichtigen Aufgabe, dem öffentlichen Leben der Gropiusstadt Raum zu geben und auf alltägliche Weise an seinen Wert zu erinnern. Nach Erzählung vieler Bewohner degenerieren die weitläufigen Grünräume der Großwohnsiedlung besonders im Winter zu ungenutzten Abstandsflächen zwischen den Gebäuden und erfüllen nicht mehr ihre Rolle als Orte der Erholung und der Gemeinschaft.

Der Ort der U-Rangerie ist ein Grünzug in der Gropiusstadt, den die U-Bahn fast unbemerkt durchkreuzt. Nur punktuell decken Lüftungsgitter die unterirdische Struktur auf. Die Kinder wissen diese Orte zu nutzen und spielen im Wind, der im engen Takt der U-Bahn aus dem Schacht steigt. Über einem dieser Lüftungsschächte entsteht die U-Rangerie als temporäres Gewächshaus. In der Testphase im Sommer wurde sie durch die abkühlende Luft der U-Bahn zu einem erfrischenden Rückzugsort. Im Winter könnte die warme Luft des U-Bahn Tunnels eine klimatisch entkoppelte grüne Insel schaffen.

kollektivHabitüde (jetzt: ENTER THIS) ist ein Kollektiv in Berlin und Wien, das während des gemeinsamen Studiums an der TU entstanden ist und in verschiedenen Konstellationen zusammenarbeitet.

kollektivHabitüde (jetzt: ENTER THIS)

Die U-Rangerie entwickelten: Johanna Dreier, Architektin, Shanghai; Malte Heinze, freischaffender Architekt, Berlin; Stefan Liczkowski, freischaffender Architekt, Berlin; Sara Lusic-Alavanja, Studentin, TU Berlin; Paul Künzel, freischaffender Architekt, Berlin; Zara Pfeifer, Architektin und Fotografin, Wien; Salomé Wackernagel, Studentin, UdK Berlin.

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